Der Herbst ist für viele Hunde eine angenehme Jahreszeit. Die Temperaturen sinken, die Spaziergänge werden entspannter und die Natur bietet neue Gerüche und spannende Eindrücke. Gleichzeitig stellt der Herbst besondere Anforderungen an die Gesundheit und Pflege unserer Vierbeiner. Mit ein wenig Aufmerksamkeit lässt sich diese Jahreszeit für jeden Hund zu einer echten Wohlfühlphase machen.
Der Fellwechsel gehört zu den wichtigsten Themen im Herbst. Wenn die Tage kürzer werden, beginnt der Körper des Hundes, das leichtere Sommerfell abzuwerfen und dichteres Winterfell aufzubauen. Regelmäßiges Bürsten hilft dabei, lose Unterwolle zu entfernen und die Haut zu entlasten. Viele Hunde genießen diese zusätzliche Pflege, und sie beugt Verfilzungen sowie Hautreizungen vor. Besonders ältere Hunde und langhaarige Rassen profitieren von einer intensiveren Fellpflege. Manche Hunde nehmen den Fellwechsel allerdings sehr persönlich: Es gibt jene, die sich beim Bürsten in eine Art Wellness-Trance begeben und aussehen, als würden sie gleich einen Kräutertee bestellen. Und dann gibt es die Drama-Queens, die beim ersten Bürstenstrich so tun, als hätte man ihnen gerade die Steuererklärung gereicht.
Auch die Pfoten brauchen im Herbst besondere Aufmerksamkeit. Nasses Laub, Kastanien, Eicheln und kleine Äste können Druckstellen verursachen oder sich zwischen den Zehen festsetzen. Feuchtigkeit weicht die Ballen auf, wodurch sie empfindlicher werden. Eine kurze Kontrolle nach jedem Spaziergang schützt vor kleinen Verletzungen. Viele Hunde haben dabei ihre ganz eigenen herbstlichen Rituale: Einige stolzieren wie kleine Balletttänzer über das raschelnde Laub, andere werfen sich mit voller Begeisterung hinein und kommen als wandelnde Laubhaufen zurück.
Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass Zecken nur im Sommer aktiv sind. Tatsächlich sind sie im Herbst oft besonders zahlreich.
Nicht jeder Hund kommt mit der herbstlichen Kühle gleich gut zurecht. Kurzhaarige, ältere oder gesundheitlich eingeschränkte Hunde können bei feuchtem, windigem Wetter schneller frieren. Ein leichter Mantel schützt vor Nässe und Kälte. Manche Hunde tragen ihre Herbstmode mit Würde, andere allerdings wirken, als hätten sie einen tiefen inneren Konflikt mit dem Konzept „Mantel“.
Eine kleine Routine nach jedem Spaziergang hilft, den Überblick zu behalten: Pfoten kontrollieren, Fell auf Kletten oder Laub prüfen, Zecken absuchen und den Hund gut trocknen. Diese wenigen Minuten tragen viel dazu bei, dass der Hund gesund und entspannt durch den Herbst kommt. Und manchmal sorgt diese Routine für komische Momente – etwa wenn der Hund beim Abtrocknen plötzlich beschließt, dass das Handtuch ein Spielzeug ist, oder wenn er sich nach dem Spaziergang so energisch schüttelt, dass die gesamte Küche wie ein Laubwald aussieht.
